Parfümerie Heddesheimer in Rengsdorf
| Beitragsseiten |
|---|
| Parfümerie Heddesheimer in Rengsdorf |
| Seite 2 |
| Seite 3 |
| Alle Seiten |
Der alteingesessene Familienbetrieb der Parfümerie Heddesheimer , Mitglied des Wirtschaftsforums, feierte in diesem Jahr sein 120jähriges Bestehen. Aus diesem Grund und auch anlässlich der Neugestaltung der Geschäftsräume gab das Unternehmen am 6. September 2007 einen kleinen Empfang, zu dem neben den Bürgermeistern, der Industrie- und Handelskammer, Geschäftspartnern u. a. auch der Vorstand des Wirtschaftsforums eingeladen war.
Was könnte den Erfolg eines so lange währenden Geschäftsbetriebes besser widerspiegeln als die nachfolgende Rede anlässlich dieses Empfanges einer der Inhaberinnen, Trude Brunner:
Verehrte Gäste, sehr geehrte Damen und Herren,
120 Jahre, das ist schon eine enorm lange Zeit, und ich darf mit Stolz darauf hinweisen, dass der Name Heddesheimer sich in Rengsdorf und im weiten Umkreis eines guten Rufes erfreut.
1887 gründete der Kauffmann Julius Carl Hermann Heddesheimer, unser Großvater, das Geschäft. In jenen Jahren war es keine Seltenheit, dass neue Firmen gegründet wurden und neue Geschäfte aus dem Boden schossen. Die ersten Jahre des Kaiserreichs damals heißen ja auch Gründerjahre, die Zeit der Firmengründungen. Die meisten der damals, noch weit vor der Jahrhundertwende aufgezogenen Firmen und Geschäfte bestehen nicht mehr, keiner kennt sie mehr, keiner wüsste die Namen noch zu nennen.
Viele Geschäftsleute aus dieser Zeit um die Jahrhundertwende mussten aufgeben, als der erste Weltkrieg ausbrach, denn sie überstanden die Wirtschaftskrise der 20-er Jahre nicht.
Damals übernahm unser Vater Carl Christian Heddesheimer als Drogist das Geschäft, es wurde reine Drogerie mit den Schwerpunkten Gesundheit und Foto.
Die Kindheitserinnerung von uns beiden, meiner Schwester und mir, sind unter anderem auch die sehr arbeitsreiche Nachkriegszeit. Alles funktionierte nur durch sehr viel Fleiß der Eltern.
Nach dem Abendessen ging unser Vater ins Fotolabor, bearbeitete unzählige
Schwarz-Weiß-Filme, saß am nächsten Morgen mit geröteten Augen am Frühstückstisch um dann wieder im Labor die Fotos zu trocknen und mit Büttenrand zu beschneiden.




