Vortrag Professor Hipp Drucken

Prof. Dr. Claus Hipp ist nicht nur erfolgreicher Unternehmer, er ist auch Künstler und renommierte Musiker.
Der 1938 in München geborene fünffache Vater ist auch heute noch ein äußerst vielseitiger Mensch. Seinem Publikum verriet er, dass er als Hobby und für seine Enkel gerne Schaukelpferde baut.
Der lange Jahre im internationalen Reitsport aktive und erfolgreiche Unternehmer züchtet auf seinem Hof noch heute Reitpferde. Mit seinem Vortrag „Ethik im Unternehmen – ein Erfolgsfaktor!?“ fesselte Claus Hipp in Oberhonnefeld über 200 Zuhörer aus Wirtschaft und Politik.

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Vielen anwesenden Unternehmern sprach er aus der Seele, als er über das Verhältnis von Politik und freier Wirtschaft referierte. Eine massive Unterstützung der Wirtschaft durch die Politik und Allgemeinheit lehnt er rundum ab. „Keiner von ihnen wäre heute Abend zu Fuß gekommen, wäre im letzten Jahr der Autobauer Opel in Konkurs gegangen.“, waren deutliche Worte des Professors.
Er findet es aus ethischer Sicht auch nicht richtig, dass zu kleinen in Schwierigkeiten befindlichen Unternehmen der Konkursverwalter und zu großen Unternehmen in der gleichen Lage der Wirtschaftsminister kommt.
Die in Richtung 50 % steigende Staatsquote bereitet ihm Sorgen und er erinnerte in diesem Zusammenhang an die Ausführungen des Altbundeskanzlers Dr. Helmut Kohl, der ab einer Staatsquote von 50 % den Sozialismus verwirklicht sieht.

Der Umgang miteinander werde mehr und mehr verlernt, mahnte Prof. Hipp. Das Eigeninteresse rücke zunehmend in den Vordergrund, das Allgemeininteresse verliere weiter an Bedeutung.
Selbstverständlich sei jeder bestrebt, sich ständig in jeder Hinsicht zu verbessern, aber dieses Mehr dürfe nicht auf Kosten anderer gehen. Zu beobachten sei dieses Verhalten besonders bei Kapitalgesellschaften, denn hier wollten die Eigentümer kurzfristige Renditen sehen. Ein Familienunternehmen denke langfristig und binde seine Mitarbeiter auch stärker ein. „Der Unternehmer muss seine Mitarbeiter informieren und die gesteckten Zielvorgaben müssen auch erreichbar sein.“, erklärte der Professor seine Strategie.
Ein fairer Umgang mit den Mitarbeitern sei der Grundstock des langfristigen Erfolges. In den Beurteilungen seiner Mitarbeiter würden auch die persönlichen Fähigkeiten bewertet. Claus Hipp: „Wir brauchen praktisch veranlagte Leute. Die Praxisfähigkeit wird nicht im Zeugnis festgehalten.“ Er verglich das Unternehmen mit einem Orchester. „Der Dirigent muss nicht besser spielen können als seine Musiker, er muss aber erkennen, wenn jemand falsch spielt.“ Ethik im Unternehmen vertritt Prof. Hipp auch in der firmeneigenen Ethikcharta (Download im PDF-Format)..

Nach dem Vortrag hatte das Auditorium Gelegenheit, Fragen zu stellen, die Prof. Hipp sehr offen beantwortete.
Als Vater sei er nicht besonders streng gewesen, er habe seine Kinder früh ziehen lassen und alle seien wiedergekommen, verriet er.
Der Ruf des Unternehmers in Deutschland sei gut. Insbesondere werde der kleine und mittelständische Unternehmer geschätzt, beantwortete Claus Hipp eine entsprechende Frage.
Zur Globalisierung befragt, führte er aus, dass er durch die stattfindende Globalisierung mehr Absatzchancen sehe, verhehlte jedoch nicht, dass die Konkurrenz größer sei. Hier helfe nur Qualität. „Erfolg im Markt ist Kompetenz und Vertrauen.“, brachte Prof. Claus Hipp seine Meinung auf den Punkt.

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Die Organisatoren des Abends vom Wirtschaftsforum Rengsdorf mit dem Referenten
Claus Hipp. Von links Philipp Jung, Norbert Ziltz, Prof. Dr. Claus Hipp, Jürgen Velten

Bericht und Fotos: Wolfgang Tischler